Am Ausgang des Saale-Unstrut-Tales schlängelt sich die Saale durch die über 800-jährige Stadt Weißenfels. Bereits seit dem späten Mittelalter als Stadt des Schuster- und Schneiderhandwerks bekannt, wuchs sie Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem bedeutenden Industriestandort heran. Dies änderte sich gravierend nach der Wiedervereinigung, als aus Konkurrenzgründen der größte Schuhproduzent der ehemaligen DDR die Produktion einstellte und danach nur einige Zweige der Lebensmittelindustrie Fuß fassen konnten.

Nicht Vergangenheit sind jedoch die Sehenswürdigkeiten von Weißenfels, die sich heute schöner denn je dem Touristen zeigen. Da thront hoch über der Stadt das Schloss Neu-Augustusburg mit seiner frühbarocken Schlosskirche, die als eine der schönsten Mitteleuropas gilt. Im Schloss erwartet das Museum für Stadtgeschichte mit dem integrierten Schuhmuseum die Besucher. Weitere barocke Gebäude und Fassaden präsentieren sich in der Innenstadt, so das Rathaus und das Fürstenhaus. Im Geleitshaus befindet sich eine dem damaligen schwedischen König Gustav -Adolf gewidmete Gedenkstääte, in der auch ein mit über 10.000 Zinnfiguren gestaltetes Diorama der Schlacht bei Lützen zu bestaunen ist. Das Orgelbaumuseum, welches sich dem Leben und Werk des Orgelbauers Friedrich Ladegast widmet, sowie das Novalishaus mit Park und Grabstätte in Erinnerung an dem unter diesen Namen bekannten deutschen Frühromantiker, sind weitere Orte, die einen Besuch lohnen.

Wer es dagegen etwas aktiver angehen möchte, dem sei die 800 m lange Allwetterrodelbahn empfohlen, oder aber nach einer kurzen Fahrt über die Autobahn der Besuch des Freizeitparkes Belantis. Selbstverständlich finden sich in der Stadt auch genügend Lokalitäten und Unterkünfte. Wenn Zeit und Muße vorhanden, so ist dem Besucher von Weißenfels ein Abstecher in die Weinbauregion des Saale-Unstrut-Tales zu empfehlen, wobei der Naumburger Dom ebenso unkompliziert erreichbar ist wie die sehenswerte Stadt Freyburg.